Mein Blogger-Kollege Yokoito hat mich gestern am Rande einer Milonga auf seinen neuesten Blog Artikel angesprochen. In seinem Beitrag stellt er einige Fragen zum aktuellen Stand der Tango Blogs. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist, dass "probably all the stories have been told already multiple times." Das wäre schon mal der erste Punkt, bei dem ich ihm widersprechen möchte. Ich habe meinen Blog ja genau deswegen gestartet, weil ich viele Informationen vermisse. Praktisch alle Blogs, die ich kenne, sind "von Experten für Experten" geschrieben. Für Menschen wie mich, die den Tango erst lernen wollen, enthalten sie sehr wenige brauchbare Informationen. Die Frage, die am Anfang hinter meinem Blog stand, war: "Was hätte ich gerne in meinem Tango Unterricht gelernt, von dem ich heute weiß, dass es mich zu einem besseren Tänzer macht?" Diese Geschichten wurden definitiv noch nicht mehrfach erzählt. Und sie werden erst recht nicht unterrichtet. Ein Themenkomp...
Es geht gerade Schlag auf Schlag. In meinen letzten Blog Beitrag hatte ich behauptet: "Wir wissen alle, dass die Art, wie heutzutage Tango Argentino getanzt wird, nur noch sehr wenig mit dem Tango zu tun hat, der vor 100 Jahren getanzt wurde." Bisher wusste ich das nur aus Beschreibungen. Aber jetzt kann ich diese Behauptung mit Filmmaterial untermauern. Ich bin zufällig auf die Early Tangos Playlist gestoßen, die Walter Nelson auf YouTube veröffentlicht hat . Diese Filme enthalten sowohl Lehr-Videos als auch Tango-Szenen, die aus verschiedenen Filmen der Jahre 1913 bis 1937 entnommen wurden. Wir sehen in diesen Filmen also keine Amateure, sondern, wie die Profis getanzt haben. Man kann gut sehen, dass damals tatsächlich beim Tango nur gegangen wurde. Es gab nicht einmal ein Kreuz und auch noch keine Giros, Moulinetten oder Medialunas. Von Volcadas, Colgadas und Hebefiguren brauchen wir gar nicht erst zu reden. Und selbstverständlich haben die Herren den Raum zwischen den B...
Was für ein schöner Zufall: Kaum habe ich geschrieben, dass mich die aktuellen musikalischen Entwicklungen im Tango interessieren , da erreicht mich von Gabriel Sala die Einladung zum nächsten Salon Tango im Staatstheater in Wiesbaden . Wie immer spielt auf dieser Milonga ein Live Orchester. In diesem Fall ist es La Máquina Invisible aus Argentinien. In seiner Einladung schreibt Gabriel: "In den zehn Jahren ihrer Karriere hat sich La Máquina Invisible als eines der herausragendsten Tango-Quintette der neuen argentinischen Musikszene etabliert. Die Gruppe wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, darunter 2017 der Sieg beim Ersten Internationalen Wettbewerb für Neue Tango-Ensembles (auch bekannt als Tango-Weltcup), bei dem sie sich gegen 57 Orchester aus aller Welt durchsetzen konnte. Ihr Repertoire reicht von den großen Klassikern des Tanz-Tangos bis hin zu innovativen Eigenkompositionen der Quintett-Mitglieder. Dabei vereint die Musik von La Máquina Invisib...
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