Kurznotiz 47: Nicht unbedingt. Aber vielleicht.

Der bekannte Tango Blogger Gerhard Riedl hat in einem aktuellen Blog Beitrag ein revolutionäres Konzept zum Anfänger Unterricht vorgestellt, das den üblichen Tango Unterricht komplett überflüssig macht. Nachdem er zunächst ausführlich bespricht, was man als Anfänger nicht machen sollte, kommt am Schluss des Artikels seine Quintessenz aus mehr als 20 Jahren Tango Erfahrung:

Mein Rat an Beginner ist stets derselbe: Sucht nach Leuten, deren Tanzstil euch gefällt – vielleicht üben die mal mit euch. 

Donnerwetter! Was für eine geniale Eingebung! Dieser Vorschlag wird den Tango Unterricht komplett obsolet machen und die Anfänger in Scharen zum Tango Argentino bringen. Für diesen Tanz müssen andere Tänzer jahrelang lernen und sie müssen sich den Tanz erst in unzähligen Practica erarbeiten. Aber diese neue Methode macht sie in Nullkommanichts begnadeten Tänzern, die sich auf jeder Milonga absolut sicher bewegen können. Selbstverständlich auch (bzw.: Erst Recht!) zu komplexerer Musik.

Ich sehe bei diesem revolutionären Ansatz nur ein einziges, klitzekleines Problemchen: Was ist, wenn sich dieses "Vielleicht" nicht realisieren lässt? Also wenn die Leute, deren Tanzstil mir besonders gut gefällt, nicht mit mir üben wollen? Zum Beispiel, weil sie professionelle Tango Tänzer sind und für die Übungen bezahlt werden wollen. Zum Beispiel, weil sie Amateure sind, die vor allem ihre eigenen Baustellen bearbeiten wollen. Zum Beispiel, weil sie schon genug Zeit für ihr Hobby aufwenden und keine Lust haben, sich einen zusätzlichen Klotz ans Bein zu binden. Oder vielleicht auch, weil sie schon damit ausgelastet sind, mit anderen Anfängern regelmäßig zu üben. Kann ich wirklich so Tango Argentino lernen? 

Nicht unbedingt. Aber vielleicht.





Kommentare

  1. Naja, er könnte auch seinen KFZ-Mechaniker fragen, ob der nicht in Zukunft seine Beiträge schreibt. Wäre vielleicht besser.

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    1. Ich habe darauf in einem Kommentar zu meinem Artikel geantwortet.

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    2. Lieber Gerhard,
      Einerseits sagst Du mir in deinem heutigen Artikel:
      "Ich finde, dann sollte er sie lieber dort stehenlassen, wo sie sind."
      Das heißt, ich soll Deiner Meinung nach lieber keine Anfänger betreuen.
      Und andererseits beschimpfst Du mich in deinem Kommentar als "arroganten Schnösel", wenn ich nicht mit Anfängern übe.
      Ja, was denn nun? Soll ich nun mit Anfängern üben oder nicht? Könntest Du Dich da bitte mal entscheiden?
      Verwirrte Grüße,
      Helge

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    3. Lieber Helge,
      natürlich wäre es schön, wenn du mit Anfängerinnen und Anfängern üben würdest. Leider hast du ja selbst mal geäußert, dass du dafür „kein Händchen“ hast – Zitat und Quelle siehe Artikel:
      https://milongafuehrer.blogspot.com/2026/08/von-den-gefahren-des-kostenlosen-lernens.html
      Wenn du deine Meinung inzwischen geändert haben solltest – umso besser! Für dich entscheiden kann ich es aber nicht.
      Beste Grüße
      Gerhard

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    4. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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    5. Lieber Helge,
      solche Widersprüche sind bei Gerhard doch längst an der Tagesordnung. Es ist auch sinnlos, darüber noch zu argumentieren, denn es gibt für mich im Grunde sechs Möglichkeiten, warum er so reagiert:
      1. Er liest die Argumente und versteht sie nicht.
      2. Er liest sie, hat aber gleichzeitig schon eine absurde Widerlegung im Kopf, sodass die eigentliche Botschaft gar nicht mehr bei ihm ankommt.
      3. Er weigert sich, Argumente von Gegenrednern überhaupt als mögliche Widerlegung in Betracht zu ziehen, weil er sonst ein Thema verliert oder ein Einlenken offenbar als Gesichtsverlust empfindet.
      4. Er argumentiert auf dem Niveau grober Vereinfachungen – bayerische Stammtisch-Mentalität, BILD-Zeitungsniveau: Hauptsache zugespitzt, Hauptsache überzeugt, mit der Genauigkeit nimmt man es nicht so ernst. Von anderen verlangt er dagegen größte Genauigkeit. Wird die eingefordert, kontert er häufig mit Floskeln, Umdeutungen oder Nebenschauplätzen.
      5. Vielleicht hat auch sein ehemaliger Beruf Spuren hinterlassen: die Haltung „Der Lehrer hat recht“ – und zwar nicht nur als Pose, sondern als tatsächlich verinnerlichte Selbstgewissheit.
      6. Hinzu kommt möglicherweise der Irrglaube, eine bestimmte Ausdrucks- und Schreibweise könne die offenen Irrtümer auf seinem Blog überdecken.
      Ich glaube inzwischen, es ist eine Mischung aus allem.
      Lange hatte ich selbst den Irrglauben, man könne mit ihm über Themen debattieren. Leute, die schon vor mir mit ihm zu tun hatten, warnten mich immer wieder: „Es ist nicht möglich.“
      Ich habe leider ziemlich spät festgestellt: Sie hatten recht.
      Ich halte eine sachliche Debatte mit ihm inzwischen nicht mehr für möglich.

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    6. Lieber Gerhard,
      Fakten sind keine Meinung. Und mir fehlen ganz objektiv die didaktischen und pädagogischen Grundlagen, um einen individuellen Lehrplan für einen Anfänger zu erstellen. Insofern werde ich Deinen Ratschlag annehmen und nicht mehr mit Anfängerinnen tanzen. Falls mich jemand fragt, warum ich nicht mit ihr üben möchte, dann werde ich sie auf deinen Artikel verweisen.
      Liebe Grüße,
      Helge

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    7. Lieber Helge,
      ich bin im Tango sicherlich an vielem schuld, aber daran wirklich nicht!
      Ob es einen besonderen „Lehrplan“ braucht, um Anfängern Tango beizubringen, bezweifle ich. Den haben deine Kollegen doch auch nicht!
      Es wäre schon viel erreicht, sie anzufassen und mit ihnen zu tanzen.

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    8. Und schon wieder bläßt Riedl ohne Belege einfach pauschal so eine Behauptung in den Äther:" …einen Lehrplan haben Deine Kollegen doch auch nicht." Hat er die etwa befragt? Er behauptet es einfach so! Nicht als Vermutung angedeudet, nein, als Tatsachenbehauptung. Das meine ich. Eine Unverschämtheit. Irgendwann fällt ihm wahrscheinlich mal eine Klage ins Haus. Dann ist das Gejammer groß: Die bösen Prozesshansel – und dann wird vermutlich wieder rumgeschwafelt und Curt Tucholsky zitiert. Ich bin drauf und dran mal seinen Blog auf Rufschädigung zu durchleuchten. Herr Riedl, hören Sie auf mit diesem Scheiß!
      Ich hab einfach genug von ihrem oberflächlichen Geschwafel. Und natürlich haben viele Tangolehrer einen Lehrplan für Anfänger, ich zumindest seit 30 Jahren.

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    9. PS: Und, Herr Riedl: In Zukunft werde ich Ihre Aussagen genauer auf den Prüfstand stellen und dabei insbesondere zwischen belegbaren Tatsachenbehauptungen und bloßen Meinungsäußerungen unterscheiden. Sollten erneut unbelegte Pauschalurteile über Tangoschulen, deren Arbeitsweise oder andere abwertende Darstellungen erscheinen, werde ich prüfen, ob und gegebenenfalls gemeinsam mit anderen Betroffenen rechtliche Schritte sinnvoll sind.
      Die Zeit, in der solche pauschalen Herabsetzungen einfach hingenommen wurden, ist jedenfalls vorbei. Nennen Sie also – genauso, wie Sie es bei fremden Kommentaren verlangen – deutlich Namen und Belege, wenn Sie Tangoschulen oder deren Arbeitsweise kritisieren. Ich und andere haben damit lange genug Geduld gehabt. Und kennzeichnen Sie künftig klar, ob Sie eine persönliche Meinung äußern oder eine Tatsachenbehauptung aufstellen, insbesondere wenn Sie andere Personen oder deren Arbeit negativ darstellen.
      Ich werde diese Dinge mit meinem Anwalt besprechen und Ihnen nochmals per Brief zukommen lassen.

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    10. Bei meiner Behauptung, Tangolehrer hätten keinen Lehrplan, handelt es sich um so genannte „Ironie“. In Wahrheit bin ich davon überzeugt, dass sämtliche Tangoschulen nach festen Curricula unterrichten.
      Mich erinnert das Ganze an Mark Twain, der in einem Reisebericht einmal behauptete, in einem bestimmten Hotel seien die Zimmer so klein, dass die Ratten Buckel hätten.
      Als er zum Widerruf verurteilt wurde, schrieb er, die Ratten in diesem Hotel hätten keine Buckel.

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    11. Herr Riedl, das ist eine der dümmsten Ausreden, die ich bisher gehört habe. Ironiiiiie! Und dann das Ganze noch mit einer Mark-Twain-Anekdote garnieren, damit die Nummer wenigstens eine winzige, nicht ganz so peinliche literarische Note bekommt.
      Wieder einmal eine echte „Riedlsche Meisterleistung“: erst eine Behauptung in die Welt setzen, und wenn sie nicht mehr zu halten ist, war sie plötzlich ironisch gemeint. So kennen wir Sie.

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    12. Na, wenn Sie mich so kennen: Was soll dann die Aufregeung?

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    13. Die ‚Aufregeung‘, Sie Rechtschreibgenie, entstand aus Ihrem Geschwurbel über Tangoschulen …schon vergessen?

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    14. Kurze Anmerkung: Es ist interessant zu beobachten, wie sich eine Diskussion mit Gerhard Riedl in der Kommentarspalte eines anderen Blogs entwickeln kann, wenn dort niemand an der Zensurschranke sitzt. Die Hälfte meiner Antworten wäre auf seinem eigenen Blog vermutlich längst an seiner persönlichen „Gesichtsverlust-Schranke“ gescheitert. Und ein nicht unbeträchtlicher Teil meiner Antworten auf seine Frechheiten ist dort tatsächlich schon gescheitert.

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    15. Ich habe nicht gefragt, wie die Aufregung entstand, sondern, was sie soll.

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    16. Ok, letztes Wort, – es wird langsam zu dumm, – aber vermutlich wollten Sie nur mal eben wieder von ihrem letzten Fauxpas ablenken: Die Aufregung sollte erreichen, dass Sie endlich aufhören diese unbelegte Behauptungen aufzustellen.
      Und schon dreht sich die Diskussion wieder im Kreis, Riedlsche Taktik.
      Und fragen Sie jetzt als nächstes bitte nicht nach ihrem letzten Fauxpas! Die Leser sind doch nicht blöd.

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    17. Lieber Herr Wendel,
      nun warte ich schon wieder 4 Wochen auf einen Anwaltsbrief (Kommentar vom 14.8.). Kommt da noch was oder war das mal wieder heiße Luft?

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    18. Herr Riedl,
      ich weiß, dass Sie meinen Anwaltsbrief erwarten – vermutlich als festen Bestandteil Ihrer Lebensplanung. Ich kann Sie aber beruhigen: Sie dürfen unbeschwert in Ihr nächstes Lebensjahr gehen. Ohne Sorgen, ohne Angst vor Verfolgung und ohne täglich besorgt den Briefkasten kontrollieren zu müssen. Ich werde vorerst darauf verzichten.

      Sie können also guten Gewissens an eine neue Kaffeemaschine denken, Urlaubspläne schmieden und sogar im Oktober verreisen. Ich möchte schließlich nicht, dass ein von mir womöglich noch kommender Brief Ihr Leben vollständig zum Stillstand bringt.

      Allerdings drängt sich mir inzwischen eine andere Vermutung auf: Vielleicht warten Sie gar nicht so sehr auf Post von meinem Anwalt. Vielleicht langweilen Sie sich einfach ein wenig ohne mich.

      Aber verstehen Sie meine beruhigenden Worte bitte weder als Friedensangebot noch als Freibrief, Ihr bisheriges Verhalten fortzusetzen.

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    19. Wenn Sie mir öffentlich mit einem Brief Ihres Anwalts drohen und sich dann umentscheiden, wäre es fair, das auch den Lesenden darzutun. Sonst entsteht der Eindruck, dass ich vermutlich Rechtswidriges unternommen hätte.
      In Wahrheit ist es natürlich so, dass juristische Schritte gegen meinen Kommentar ziemlich sicher erfolglos gewesen wären.
      Tatsächlich bleibt aber bei solchen Methoden halt ein Verdacht an mir hängen. Und das ärgert mich wirklich.

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    20. Herr Riedl,
      ich habe öffentlich klargestellt, dass ich vorerst auf juristische Schritte verzichte. Das bedeutet weder, dass ich Ihre Einschätzung ihrer angeblichen Erfolglosigkeit teile, noch dass ich Ihren damaligen Kommentar für unproblematisch halte. Eine nachträgliche Unbedenklichkeitsbescheinigung kann ich Ihnen daher nicht ausstellen.

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    21. Ihre „Klarstellung“ erfolgte erst auf meine Nachfrage. Sonst wäre es wahrscheinlich noch jahrelang dagestanden. Und das ist ja nicht das erste Mal, dass Sie solche Drohungen aussprechen, ohne Taten folgen zu lassen.
      Das ist eine ziemlich billige Methode, Verdächte zu lancieren, die man nie beweisen muss.

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    22. Herr Riedl,

      ich hingegen empfinde es als ziemlich billige Methode, irgendwelche Behauptungen in die Welt zu setzen, mit denen eine ganze Berufsgruppe diskreditiert wird, und anschließend den Betroffenen abzuverlangen, sie mögen doch auf eigene Kosten prüfen lassen, ob diese Aussagen auch juristisch angreifbar sind – notfalls von teuren Anwälten.

      Dass Sie mit Ihren Äußerungen häufiger übers Ziel hinausschießen, ist jedenfalls keine besonders fernliegende Einschätzung. Anlass zur Kritik gibt gerade Ihre Herablassung gegenüber anderen, die Sie gerne als Satire verstanden wissen möchten. Denn eines scheint Ihnen dabei nicht recht klar zu sein: Ihre Kritik wird häufig persönlich, und auf mich wirkt sie nicht selten so, als solle sie den Betroffenen auch ganz bewusst treffen und verletzen.

      Umso erstaunlicher finde ich Ihre Empfindlichkeit, sobald der Spieß einmal umgedreht wird. Dann reicht bereits die geäußerte Meinung, eine Ihrer Aussagen könne eine juristische Grenze überschritten haben, und schon beklagen Sie, an Ihnen bleibe dadurch ein „Verdacht“ hängen. Das ist schon eine bemerkenswerte Mimosenhaftigkeit bei jemandem, der selbst seit Jahren mit persönlichen Spitzen gegen andere nicht gerade sparsam umgeht.

      Und, Herr Riedl: Um Ihren öffentlichen Ruf würde ich mir an Ihrer Stelle ausgerechnet an dieser Stelle die wenigsten Sorgen machen. Das Bild des angefeindeten, missverstandenen und von seinen Gegnern verfolgten Dissidenten gehört inzwischen doch geradezu zum Geschäftsmodell Ihres Blogs. Ein weiterer angeblicher „Verdacht“ dürfte daran kaum noch etwas ändern.

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    23. Wenn wir mal kurz bei den Tatsachen bleiben:
      Ich habe von niemandem verlangt, er möge den Rechtsweg beschreiten. Im Gegenteil halte ich es bei einem mehrheitlichen Hobby wie dem Tango für ziemlich daneben, mit dem Anwalt zu drohen.
      Selber habe ich das nie unternommen.
      Die Drohungen kamen stets von anderen, beispielsweise von Ihnen. Aber Sie haben es nie in die Tat umgesetzt.
      Daher würde ich solche Ankündigungen in Zukunft einfach lassen.

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