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Es werden Posts vom Dezember, 2024 angezeigt.

Kurznotiz 32: Flor de Tango

Carsten Buchholz hat auf seinem Blog einen interessanten Aufruf gestartet, den ich gerne unterstütze. Er hat ein weniger bekanntes Stück, das ihm gut gefällt, hergenommen und im Netz 50 (!) verschiedene Varianten gefunden, wie man dieses Stück tänzerisch interpretieren kann. Nun ruft er alle Tangotänzer dazu auf, diese Interpretationen zu vergleichen und ihm zurückzumelden, was uns gefällt und was nicht. Flor de Tango von Osvaldo Pugliese   Falls ihr die tänzerische Umsetzung kommentieren möchtet, dann tut das bitte nicht hier sondern auf seinem Blog. Update: Ich habe nun alle 50 Videos angesehen und in einer zweiten Runde die Videos genauer angeschaut, die in die engere Auswahl gekommen sind. Hier sind die Tänze, die mir besonders gut gefallen. Vorweg zwei Anmerkungen:  Erstens: Alle Tänzer tanzen natürlich deutlich besser als ich es jemals können werde. Trotzdem fallen mir einige Unterschiede auf, sowohl in der technischen Qualität als auch in der musikalischen Umsetzung. Mi...

Kurznotiz 31: Wow!

In meinem vorigen Blog Beitrag habe ich einige Vorschläge gemacht, wie man Tango Argentino insbesondere für jüngere Tänzer attraktiver machen kann. Schwerpunkt ist, dass man die Tänzer auch auf die entsprechenden Festivals und Marathons hinweist, auf denen sie sehr gute andere Tänzer treffen und zu sehr guten aktuellen Orchestern tanzen können. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle einmal kurz über meinen persönlichen Wow! Moment sprechen. Der war im März 2024 auf dem Tango Festival in Witten. Freitagabend, die zweite Milonga, natürlich mit Live Musik. Ich tanzte so gemütlich in der großen Ronda vor mich hin, als auf einmal ein anderes Paar in mein Blickfeld geriet, bei dem ich sofort dachte: "Halleluja! Das ist ja wirklich nochmal einige Level über dem, was man hier sonst noch so alles sehen kann." Wohlgemerkt: Kein Showtanz, sondern im Prinzip ganz normaler Tango de Salon. Nur eben auf einem schier unglaublichen Niveau. Wie ich hinterher herausgefunden habe, hatte ich Sil...

Eine Anmerkung zur Motivation

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Die Tangodanza hat in den letzten Ausgaben eine Diskussion zur Überalterung im Tango geführt, die auch in einigen Blogs weitergeführt wurde. Thomas Kröter hat die Diskussion aus der Tangodanza aufgegriffen, und Jochen Lüders ( hier und hier ) und Gerhard Riedl ( hier und hier ) haben sie weitergeführt.  Die beiden Letztgenannten sehen insbesondere in der Musik das größte Hindernis, um ein jüngeres Publikum anzusprechen. Diesen Punkt sehe ich überhaupt nicht. Ganz ehrlich: Glaubt irgendjemand ernsthaft, die Leute würden 200 Euro für eine Eintrittskarte für ein Konzert von Taylor Swift oder Helene Fischer bezahlen, weil deren Musik so unglaublich genial ist, dass selbst Igor Strawinsky vor Neid erblassen würde? Natürlich nicht.  Den entscheidenden Grund für die Überalterung nennt meiner Meinung nach Klaus Wendel in seinen Kommentaren zu Jochen Lüders: Er spricht davon, dass die meisten Tango Tänzer Tango als "gesellschaftliches Event" ansehen. Und das ist genau de...